Orientierung

Gesetzlich oder privat?

Sieben Fragen zu Ihrer Situation. Danach sehen Sie, welche Punkte bei Ihnen genauer anzusehen sind – und was für eine belastbare Entscheidung noch fehlt.

Was die Orientierung leistet

Sie ordnet Ihre Angaben nach Themen und zeigt, welche Punkte zuerst dran sind und warum. Sie macht sichtbar, was noch offen ist.

Was sie nicht leistet

Kein Beitrags- oder Tarifvergleich, keine Empfehlung für ein System, kein Eignungsurteil, keine Gesundheitsprüfung, keine Aussage über künftige Beiträge.

Frage 1 von 6

Wie sind Sie derzeit krankenversichert?

Ihre Angaben bleiben in Ihrem Browser. Es werden keine Kontaktdaten abgefragt und nichts gespeichert.

Worauf es bei der Frage ankommt

Gesetzlicher Zugang
Bei Angestellten hängt der Zugang an der Versicherungspflichtgrenze, bei Selbstständigen und Beamten nicht. Wer die Grenze überschreitet, wechselt deshalb nicht sofort: Die Versicherungspflicht kann grundsätzlich erst zum Jahresende entfallen, und das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt muss auch die für das folgende Kalenderjahr geltende Grenze überschreiten (§ 6 Abs. 4 SGB V).
Familie
Die beitragsfreie Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung ist einer der größten strukturellen Unterschiede. Wer Angehörige ohne eigenes Einkommen hat, sollte das kennen, bevor er entscheidet.
Leistungsrahmen
Der Unterschied zeigt sich an Leistungen, nicht am Beitrag. Deshalb lohnt es, vorher zu klären, was einem tatsächlich wichtig ist.
Gesundheitsprüfung
Eine private Krankenversicherung kann eine Gesundheitsprüfung erfordern. Ihr Ergebnis steht am Anfang nicht fest und wird hier nicht geprüft.
Langfristige Perspektive und Ruhestand
Die Entscheidung ist auf Jahrzehnte angelegt und praktisch schwer zurückzunehmen. Im Ruhestand unterscheidet sich die Beitragssystematik grundlegend – das gehört in die Überlegung, nicht erst kurz davor.

Methodik und Quellen

Die Orientierung ordnet ausschließlich Ihre eigenen Angaben ein. Sie prüft keine Verträge, berechnet keine Beiträge und trifft keine Aussage darüber, ob ein Wechsel rechtlich möglich oder persönlich sinnvoll ist. Der gesetzliche Rahmen wird genannt, damit die Fragen beantwortbar sind – die Einordnung im Einzelfall gehört ins Gespräch.

Quellen: § 6 SGB V · Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026 · Stand 09.09.2026

Häufige Fragen

Sagt mir das Werkzeug, ob GKV oder PKV besser ist?
Nein. Diese Frage hat ohne Ihre persönliche Situation keine Antwort, und sie lässt sich mit sieben Fragen nicht entscheiden. Sie sehen stattdessen, welche Punkte bei Ihnen genauer anzusehen sind und in welcher Reihenfolge.
Wann kommt für Angestellte ein Wechsel überhaupt in Betracht?
Für Angestellte ist der Zugang an die Versicherungspflichtgrenze geknüpft (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Für 2026 liegt sie bei 77.400 Euro im Jahr. Dass das Entgelt diese Grenze überschreitet, genügt für sich genommen aber nicht: Bei Angestellten kann die Versicherungspflicht bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze grundsätzlich erst zum Jahresende entfallen. Zusätzlich muss das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt auch die für das folgende Kalenderjahr geltende Grenze überschreiten (§ 6 Abs. 4 SGB V). Die konkrete Einordnung im Einzelfall wird hier nicht geprüft. Was im Einzelfall zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt zählt, ist gesondert zu prüfen.
Gilt das auch für Selbstständige und Beamte?
Dort ist der Zugang nicht an eine Entgeltgrenze geknüpft. Beamtinnen und Beamte mit Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge sind nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V versicherungsfrei. Welche Wege im Einzelfall offenstehen, hängt von der konkreten Ausgangslage ab.
Was ist die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze?
Für Personen, die am 31. Dezember 2002 wegen Überschreitens der Grenze privat versichert waren, gilt eine niedrigere Grenze (§ 6 Abs. 7 SGB V; für 2026: 69.750 Euro im Jahr). Sie betrifft nur diese Gruppe und wird hier deshalb nicht abgefragt.
Warum wird nicht nach meiner Gesundheit gefragt?
Weil eine Orientierung das nicht braucht und Gesundheitsangaben besonders geschützt sind. Eine private Krankenversicherung kann eine Gesundheitsprüfung erfordern – deren Ergebnis wird hier nicht geprüft und lässt sich mit diesen Angaben nicht abschätzen. Der Punkt bleibt im Ergebnis bewusst offen.
Warum wird kein Beitrag berechnet?
Ein Beitragsvergleich über Jahrzehnte bräuchte Annahmen zu Tarifen, Beitragsentwicklung, Zuschüssen und Steuern, die niemand belastbar treffen kann. Aus solchen Zahlen entsteht schnell ein scheinbares Ergebnis. Diese Orientierung sortiert stattdessen die Fragen, die tatsächlich entscheiden.
Werden meine Antworten gespeichert?
Nein. Alles läuft in Ihrem Browser. Es werden keine Antworten gespeichert, übertragen oder in die Adresszeile geschrieben. Für Ergebnis und PDF brauchen Sie keine Kontaktdaten anzugeben.

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